Demenz

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Demenz



Demenzkranke vom Alzheimertyp im mittelschweren Stadium zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie ihr Kurzzeitgedächtnis und Schritt für Schritt ihre höhere Denkfähigkeit verlieren (Erkennen, Zuordnen, Beurteilen usw.). Hinzu kommen Realitätsverluste (Wahrnehmungen, Halluzinationen) und ständige Unruhe und Furcht. Ihre unmittelbare Umwelt wird ihnen zunehmend fremd und unerklärlich.

In Heimen beispielsweise wird dieser Verlust mit Strategien der Beständigkeit oder Stetigkeit (ständige Wiederholungen oder Konditionierung nebst biografischer Orientierung) und durch Regulierung der Umweltreize (z.B. kein Fernsehen während des Essens) entgegengewirkt. Vertraute Personen führen in bekannten Räumlichkeiten immer dieselben Handlungen zur selben Zeit durch; so entsteht bei den Demenzkranken ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit.

Kommunikationdefizite sind das Hauptprobliem in der pflegerischen Versorgung Demenzkranker. Die Patienten sind nur bedingt in der Lage, das Geschehen um sich herum und die damit verbundenen Erwartungen an sie nachzuvollziehen oder ihre Bedürfnisse und Probleme so mitzuteilen, dass sich die Pflegekräfte ein realistisches Bild der vorhandenen Ressourcen und Defizite machen können. Das gilt für die allgemeine Befindlichkeit des Patienten ebenso wie für die Lokalisierung und das Ausmaß von Schmerz oder elementare Alltagsaktivitäten. Um eine Verständigungsbasis aufzubauen, ist vielfach Zeit, Empathie und personelle Kontinuität erforderlich. So gelingt es unter Umständen, ein Vertrauensverhältnis zu entwickeln, das Orientierung und Sicherheit stiftet.