Angstanfälle, Depressionen, Suizidgedanken
Es gibt viele Gründe, warum ein alter Mensch Angst hat, Depressionen bekommt oder sich sein Ende herbei sehnt. Sei es das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, anderen zur Last zu fallen, vergessen zu werden oder allein auf der Welt zu stehen, seien es Schmerzen, unheilbare Krankheiten oder Ängste im Hinblick auf Einsamkeit und Tod.
- Nehmen Sie die Betroffenen in seiner Not ernst und lassen ihn spüren dass er nicht allein ist. Berühren Sie ihn, trösten Sie ihn, nehmen sie ihn in den Arm, wenn es ihrer und des alten Menschen Art entspricht und stellen Sie Kontakt zu anderen vertrauten Personen her.
- Erkunden Sie sich nach dem Inhalt seiner Ängste und reden sie dies nicht klein oder weg. Zeigen Sie Verständnis.
- Sprechen Sie soviel wie möglich mit ihm über sein vergangenes Leben, erlittene Verluste, erlebte Freuden, über das, was ihm Sorgen macht (Nachlass, Kinder, Haustier, Garten), sofern er dies möchte. Viele ältere Menschen meiden es auch, über Ereignisse in der Vergangenheit zu sprechen, die ihnen sehr weh getan haben, zum Beispiel Kriegserlebnisse oder Vertreibung. Das sollte auf jeden Fall respektiert werden.
- Geben Sie dem Betroffenen das Gefühl, gebraucht zu werden zum Beispiel durch seine Mithilfe im Haushalt auch dann, wenn sie nicht immer eine wirkliche Hilfe darstellt
- Knüpfen Sie an frühere Lebensfreuden an und verschaffen sie den Betroffenen Erfolgserlebnisse. Loben Sie ihn, ohne zu übertreiben. Heben Sie zudem seine Persönlichkeit und das Besondere daran hervor, so dass er merkt, wie einzigartig und wichtig er Ihnen ist.
- Nehmen Sie Depressionen und Suizidgedanken des alten Menschen ernst, ziehen Sie einen Arzt hinzu.