Räumliche Orientierungshilfen
Folgende räumliche Orientierungshilfen haben sich bewährt:
- Unabhängig davon, wo der altersverwirrte Mensch lebt, ob im Heim oder in ihrer Wohnung, richten Sie sein Zimmer mit privaten Dingen ein, zu denen er einen persönlichen Bezug hat, und verändern Sie in seinem Umfeld so wenig wie möglich.
- Sorgen Sie für eine optimale Ausleuchtung alle Räumlichkeiten. Schummerlicht und diffuse Schattenspiele fördern Halluzinationen und machen Angst.
- Bunte Tapeten- und Gardinenmuster können ebenso furchteinflößend sein wie surrealistische Gemälde. Gestalten Sie das Umfeld der altersverwirrten Menschen lieber durch Bilder mit realistischen Darstellungen - möglichst in warmen Farben und mit klaren Konturen -, welche die Sinne anregen und bei der Orientierung helfen.
- Schaffen Sie Erkennungszeichen. Als Erkennungszeichen von zum Beispiel Schlafraum und WC helfen markante Dinge wie ein massiver Bauerschrank neben der betreffende Tür, ein üppiges Blumenarrangement, ein alter Lieblingsstuhl oder persönliche Gegenstände des alten Menschen besser als farbige Symbole. So können Menschen, die am M. Alzheimer erkrankt sind, keine Symbole mehr deuten, da ihnen das dreidimensionale Sehen abhanden gekommen ist. Und die gern verwendete Fotografien des altersverwirrten Menschen an seiner Zimmertür helfen im Fortgeschrittenenstadium der Verwirrtheit ebenfalls nicht mehr weiter, da der betroffene Mensch (zeitweise) keine Ich-Identität mehr hat und sich deswegen auf den Bildern nicht mehr wieder erkennen kann.