Zeitliche Orientierungshilfen
Folgende Maßnahmen helfen bei der zeitlichen Orientierung:
- Beziehen Sie den altersverwirrten Menschen in Ihren Zeitplan ein und lassen ihn an natürlichen Tagesablauf teilhaben. Bestehen Sie dabei auf eine strenge Regelmäßigkeit. Sie schafft Vertrauen und vermittelt ein Gefühl von Sicherheit.
- Erstellen Sie für sich und den Betroffenen (beziehungsweise mit ihm zusammen) Tages- und Wochenpläne, die über einen längeren Zeitraum hinweg verlässlich eingehalten werden. Die Tagespläne regeln unter anderem die regelmäßig zu einer bestimmten Uhrzeit wiederkehrenden Mahlzeiten, der Wochenplan sieht zum Beispiel wöchentliche Fernsehsendungen oder Besuche von Bekannten vor. So kann der altersverwirrte Mensch auch auf ihre Bedürfnisse Rücksicht nehmen, wenn er weiß, dass Sie an einem bestimmten Wochentag nicht da sind oder er sich zum Beispiel immer nach der Tagesschau in seinem eigenen Bereich zurückziehen soll.
- Führen Sie Rituale ein, deren Einhaltung verbindlich ist. Sie signalisieren Verlässlichkeit. So gibt es beispielsweise an jedem Sonntag etwas schickere Kleidung und nachmittags immer ein Stück Kuchen. Besucht die Enkeltochter ihre Großeltern, wird jedes Mal ein bestimmter Ablauf eingehalten und bekommt sie für den Heimweg immer eine Tafelschokolade mit, die einen Tag vorher in einem bestimmten Laden eingekauft wird. Kommt die Nachbarin an jeden zweiten Mittwoch im Monat zu Besuch, wird immer das Lieblingsessen der beiden gekocht.
- Passen Sie die Zimmer- und Raumdekoration der bestehende Jahreszeiten oder Festtagen an.
- Hängen Sie eine Uhr mit großen Zahlen und dicken Zeigern so auf, dass der altersverwirrte Mensch sie gut sehen kann.
- Besorgen Sie einen Abrisskalender mit weithin lesbarem Datum und Wochentag und installieren Sie ein tägliches Abreiß-Ritual.
- Unterhalten Sie sich mit dem altersverwirrten Menschen über die anstehenden Tagesereignisse, kommentieren sie augenblickliche Tätigkeiten und lassen sie dabei notwendige Informationen einfließen. Das hilft ihm nicht nur bei der zeitlichen Orientierung, sondern Sie zeigen ihm auch, dass Sie ihn ernst nehmen und - handelt es sich um ihren Angehörigen und nicht um einen Patienten - in Ihr Leben einbeziehen.