Erkrankung des Mundes und der Mundhöhle
Veränderungen der Mundschleimhaut und Zahnwurzelkaries sind typisch für das höhere Lebensalter; oft werden Mundtrockenheit und verringerter Speichelfluss beklagt, was nicht selten Folge einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr oder einer Medikamenteneinnahme ist. Speichel ist jedoch wichtig, weil er u.a. Substanzen zur Abwehr von Krankheitserreger enthält und der Selbstreinigung der Mundhöhle dient.
Definieren könnte man Erkrankungen des Mundes und der Mundhöhle als eine Gruppe von Krankheitsbildern, die Kauen, Schlucken und Sprechen erheblich beeinflussen.
Es handelt sich beispielsweise um folgende Krankheitsbilder:
- Mundwinkelrhagaden, im Volksmund auch „Faulecken“ genannt. Bei älteren Menschen entstehen oft tiefe Falten zwischen Ober- und Unterlippe, in denen sich feuchte Kammern bilden. Schlecht sitzende Zahnprothesen begünstigen die Produktion von Speichel. Fließt dieser ungewollt aus dem Mund, weicht er die Haut in den Mundwinkeln auf. Mitunter können auch kleine Verletzungen beim Einsetzen der Zahnprothese zu Faulecken führen.
- Zahnwurzel- und Sekundärkaries (Plaque)
- Parodontitis
- Prothesendruckstellen - durch den Druck der Prothese bildet sich der Kieferknochen zurück so dass die Prothese nicht mehr richtig sitzt und dementsprechend Druckstellen und Entzündungen hervorruft
- Mundsoor - eine Hefepilzinfektion der Mundschleimhaut und Zunge. Soor tritt auf, wenn das natürliche Gleichgewicht der Mundflora durcheinander gerät
- Mundschleimhautveränderungen; Karzinome der Mundschleimhaut häufen sich mit fortschreitendem Alter
Die Folge ist fast immer eine Einschränkung der Nahrungszufuhr und eine Mangelernährung. Meist wird auch über Schmerzen bei der Nahrungsaufnahme geklagt.