Schluckstörungen
Bei Schluckstörungen handelt es sich um einen altersbedingten Abbauprozess, der geistiger (z.B. Demenz) oder körperlicher Natur (Schluckreflex verzögert sich) sein kann.
Zu den Risikogruppen für Schluckstörungen gehören:
- Ältere Menschen mit Schlaganfall und
- Menschen, die an Parkinson erkrankt sind
Schluckstörungen wirken sich sehr negativ auf das Leben der Pflegebedürftigen aus; sie führen nicht nur zu Mangelernährung, sondern können die Lebensqualität deutlich verschlechtern, ja sogar zu sozialer Isolation führen:
- Essen bereitet- im Gegensatz zu früher - keine Freude mehr; die Fähigkeit, zu genießen und die Lust an Gaumenfreuden gehen verloren. Essen besitzt eine kulturelle und soziale Dimension, ist wichtiger Teil der Lebensqualität: all dies gehört für den Pflegebedürftigen mit Schluckstörungen der Vergangenheit an.
- Ständige Hustenanfälle und deren Folge (Nahrung tritt aus Mund und Nase) verursachen Schamgefühle. Die Folge ist, dass das Essen in Gesellschaft gemieden wird
- Weiterhin wird die Geduld anderer Teilnehmer an einer Essensrunde auf die Probe gestellt, weil das Essen mit Schluckstörungen viel länger dauert.
Woran erkennt man Schluckstörungen bzw. welche Folgen haben sie?
- Ablehnung des Essens oder bestimmter Speisen
- Heisere, belegte Stimme
- Gewichtsverlust
- Verschlucken
- Nahrungsaufnahme dauert lange
- Nebengeräusche bei der Atmung; Verschleimung
- Durch Husten verteilte Nahrungspartikel auf Tisch bzw. Bett
- Nahrungsreste, die im Mundraum bleiben
- Schlechte Aussprache
- Austrocknung
- Nahrung tritt aus Mund und Nase wieder aus
- Häufiges Husten oder Räuspern beim Essen oder Trinken
- Druckgefühle bzw. Schmerzen hinter dem Brustbein oder im Oberbauch