Blasentraining und Toilettentraining
Es geht dabei um eine Veränderung des Ausscheidungsverhaltens durch gezielte Toilettengänge.
Bei
Blasentraining kommt es neben einem guten Zeitplan darauf an, dass der Pflegebedürftige mitmacht, dass er Feedback gibt und dass er willens ist, an sich selbst zu arbeiten.
Oft wird aus Angst vor einem unkontrollierten Wasserlassen die Toilette zu häufig aufgesucht. Ziel des Blasentrainings ist es, dass die Intervalle der Toilettengänge auf ein „Normalmaß“ hin verlängert werden, damit die Blasenkapazität wieder erhöht wird um Inkontinenz zu reduzieren oder zu überwinden. Es kann Wochen bis Monate dauern, bis eine stabile Verhaltensänderung erreicht ist.
Beim
Toilettentraining liegt die Sache etwas anders: Zielgruppe sind in der Regel Menschen mit bereits eingeschränkten geistigen und/oder körperlichen Fähigkeiten; hier geht der Impuls vom Pflegenden, also von Ihnen, aus. Der Pflegebedürftige muss dazu ermuntert bzw. daran erinnert werden, auf die Toilette zu gehen.
Ja nach Fähigkeit der Pflegebedürftigen, sich am Training zu beteiligen sind folgende Intensitäten von Toilettentrainings möglich:
- der Pflegebedürftige geht selbstständig zur Toilette anhand eines [mit einer Pflege-Fachkraft gemeinsam erstellten] Ausscheidungsplans
- Sie erinnern den Pflegebedürftigen regelmäßig an der Toilettengang und dieser geht dann allein zum WC
- Sie begleiten ihn zur Toilette und bieten je nach Fall unterschiedliche
- Unterstützungsleistungen in der Toilette selbst an.