Praktische Pflegetipps
Schmerztagebuch
Anhand eines Schmerztagebuches kann der Arzt die optimale Therapie (Medikament, Dosierung und Einnahmezeitpunkt) bestimmen. Sie können es sich hier
Schmerztagebuch anschauen und gegebenenfalls ausrucken.
Nicht medikamentöse Maßnahmen zur Schmerzlinderung
Vorausgesetzt, der Pflegebedürftige ist damit einverstanden und der Arzt informiert, können Sie folgende nicht medikamentöse Maßnahmen zur Schmerzlinderung in Erwägung ziehen:
- Massage/Einreibungen: Kann Wohlbefinden und das Gefühl, gebraucht zu werden vermitteln. Durch sanftes Streichen und Einölen (positive Duftwirkung des Öles) an Rücken, Hand, Arm oder Bein kann eine wirkungsvolle und schmerzstillende Entspannung eintreten.
- Entspannung Techniken: Entspannungstechniken (wie zum Beispiel autogenes Training, Meditation, Musik, Atemarbeit etc.) unterstützen die Schmerztherapie. Durch diese Techniken entspannen sich die Muskeln und es entsteht ein Gefühl der inneren Ruhe. Unter anderem wird der Teufelskreis, der durch die Angst vor Schmerzen (und der damit eingehende Verspannung) entsteht, durchbrochen.
- Ablenkung: Ist der Pflegebedürftige abgelenkt, wenden er seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes als den Schmerz. Beispiele: Gespräch, Lesen/Vorlesen, Musik, Fernseher etc.
- Trost ist ein wichtiger Bestandteil in der Behandlung von Schmerzen, insbesondere bei Menschen mit bei Demenz. Wenn man Schmerz nicht ausdrücken kann, entsteht Angst und Furcht.
- Wärmebehandlung: Wärmeflaschen, Wickel, Auflagen und Bäder. Achtung: bei Entzündungen muss von Wärmebehandlung abgesehen werden.
- Kältebehandlung: Eisbeutel und Gel-Packs (immer einwickeln, nie direkt auf die Haut), Umschläge und Wickel.
Medikamentöse Maßnahmen
Schmerzursachen herauszufinden und der Einsatz von Schmerzmittel ist ausschließlich Sache der Ärzte! Sie selbst können ihn dabei unterstützen, indem Sie Informationen/Beobachtungen sammeln, (am besten auch ins Schmerztagebuch eintragen) und an den Arzt weiterleiten. Er wird daraus die notwendigen Schlüsse ziehen und entsprechende Maßnahmen einleiten.