Sturz-Vorgeschichte

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Sturz-Vorgeschichte



Sturzereignisse können zum Verlust von Selbstvertrauen der Pflegebedürftigen führen. Allein aufgrund der Angst vor weiteren Stürzen werden in den meisten Fällen die Eigen-Aktivitäten stark reduziert. Einerseits kann eine gewisse Vorsicht positiv sein, weil sie vor Selbstüberschätzung schützt, andererseits besteht jedoch die Gefahr, dass Mobilität bedenklich eingeschränkt wird und die Selbständigkeit weitgehend verloren geht.

Als Reaktion auf diese Furcht ändern viele Pflegebedürftige ihre Gehmuster; sie setzen ihre Schritte meist zögernd, zaghaft und unregelmäßig. Sie versuchen überall Halt zu finden, auch dort, wo es keinen gibt; all dies verschärft die Sturzgefahr noch weiter – und die Furcht wird noch größer als sie ohnehin schon ist. Das kann so weit gehen, dass aus diesem Grund die Körperaktivitäten vollständig eingeschränkt werden und aus dieser Angst heraus Rollstuhlabhängig oder bettlägerig werden.

Hilfsmittel, wie z.B. Gehstock oder Gehgestell (Rollator), die da weiterhelfen könnten, werden von vielen älteren Menschen anfangs abgelehnt, weil sie nicht zugeben wollen, gebrechlich zu sein. Zudem trauen sie den Hilfsmitteln nicht, weil sie noch keine Erfahrung damit haben.