Wunden
Menschen mit Wunden haben nicht nur mit der Wunde selbst ein Problem (weil sie z.B. nicht ausheilt), sondern mit all den Faktoren, die damit zusammenhängen:
- Schmerz
- Mobilitätseinschränkung
- Geruchsbelastung
- Schlafprobleme
- Macht- und Kontrollverlust
- Beeinträchtigungen im sozialen Leben
- berufliche und finanzielle Belastungen
- Angst (beispielsweise vor Amputationen)
- Depression
Das Hauptaugenmerk bei Pflegebedürftigen mit chronischen Wunden liegt also nicht ausschließlich auf der Wunde selbst, sondern in der Begleitung und Beratung in seiner von der Wunde geprägten Lebenssituation. Dies hat der Expertenstandard „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ noch einmal hervorgehoben.
Zwar überlassen pflegende Angehörige die eigentliche Wundpflege erfahrenen Fachkräften, können aber darüber hinaus bedeutsame Hilfestellung für den Pflegebedürftigen leisten, weil es eben v.a. sie sind, die seinen Lebensalltag positiv gestalten können. Oft begleiten Wunden einen Pflegebedürftigen und seine Angehörigen bis zum Ende; damit muss man sich auseinander setzten, aber auch arrangieren können.