Praktische Pflegetipps
Wundbehandlung gehört in der Hände von Ärzten und erfahrenen Pflegefachkräften sowie sogenannter Wundmanager.
Was aber können Sie als pflegende Angehöriger tun?
- Bewegungsförderung: trotz allen Einschränkungen (Mobilität, Schmerzen, Wundgeruch, Wundabsonderungen, psychische Verfassung) sollte sich der Pflegebedürftige nach Anweisung von Experten bewegen, damit die Durchblutung angeregt wird.
- Druckentlastung (siehe unter Dekubitus Richtig lagern ) durch Bewegung.
- Kompression: mit Kompressionsverbände oder –strumpfe wird die Durchblutung gefördert. Oft wird dies von den Pflegebedürftigen verweigert, weil es unangenehm oder schmerzhaft ist. Bitte überzeugen Sie Ihren Angehörigen von der Notwendigkeit dieser Maßnahme.
- Hautschutz: die Haut in der Nähe der Wunde (Zehen, Unterschenkel usw.) erfährt wegen dem Verband oft mangelnde Hygiene; sie ist dann spröde bzw. angegriffen. Fragen Sie die wundversorgende Fachkraft, was Sie dagegen tun können.
- Die verordneten Hilfs- und Verbandsmittel sowie Materialien für einen hygienischen Verbandswechsel müssen für die Fachkräfte, die die Wunde versorgen, bereit gestellt werden.
- Ernährung: bei allen offenen Wunden sollte der Eiweißanteil der täglichen Kost erhöht werden.